Didgeridoo Shape Examiner FAQ

Warum erhalte ich eine Fehlermeldung bei der Installation der neusten Version?
Warum ist das Programm so langsam, obwohl ich 8 Prozessorkerne habe und auch alle benutzt werden?
Kann ich eine Konus-Form vorgeben?
Warum weicht der berechnete Grundton um einen Halbton von der tatsächlichen Tonlage ab?
Welche Daten gebe ich ein, wenn die Form meines Holzrohlings bzw. Ausgangsmaterials keinen Kreisquerschnitt erlaubt?
Kann ich Didgeridoos mit Y-Form oder anderen Verzweigungen berechnen?
Wie kann ich die Genauigkeit bei der graphischen Eingabe verbessern?
Warum funktioniert das Einfügen von Zahlen nicht über die Zwischenablage?
Wie klingt das auf der DSE-Hauptseite gezeigte Knoten-Didge?
 
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Warum erhalte ich eine Fehlermeldung bei der Installation der neusten Version?

Deinstalliere zuerst die vorherige Version und verwende dafür die reguläre Funktion, die Windows in seiner Programm-Übersicht bereitstellt. Falls dabei etwas schiefläuft, kannst Du die DSE-Dateien und die betreffenden Unterordner auch manuell löschen. Ab Windows 7 findest Du diese in
C:\Users\DEINBENUTZERNAME\AppData\Local\Apps\2.0\.
Users (in der Kommandozeile) kann dabei auch Benutzer (im Datei-Explorer) heißen.
Die Entsprechung bei Windows XP ist
C:\Dokumente und Einstellungen\DEINBENUTZERNAME\Lokale Einstellungen\Apps\2.0\.


Warum ist das Programm so langsam, obwohl ich 8 Prozessorkerne habe und auch alle benutzt werden?

Überprüfe Deine Energie(spar)einstellungen. Wenn Du einen Laptop verwendest, könnte das Anschließen des Netzteils helfen. Lies den Abschnitt "Rechenzeit" im DSE-Handbuch.


Kann ich eine Konus-Form vorgeben?

Ja und nein. Konische Segmente sind nicht vorgesehen. Du kannst aber kurze Segmente erzeugen und die lineare Formglättung nutzen, um einen Konus durch feine Abstufungen anzunähern. Das einzelne Segment bleibt dabei zylindrisch.


Warum weicht der berechnete Grundton um einen Halbton von der tatsächlichen Tonlage ab?

Es gibt viele Einflussgrößen, die zum Klang beitragen. Das Didgeridooberechnungsprogramm berücksichtigt nur die Wesentlichsten. Wenn der Ton etwas daneben liegt, sind das die üblichen Verdächtigen:
Mit handgeführtem Werkzeug ist es schwierig, eine vorgegebene Geometrie exakt nachzubilden. Schnell hat man etwas zu viel oder zu wenig Material abgetragen oder tiefere Furchen in der Oberfläche hinterlassen. Einzelne Unregelmäßigkeiten wirken sich i. d. R. nicht aus, aber in ihrer Summe – und auf 2 m Länge kann einiges zusammenkommen – können sie in unvorhergesehener Weise zusammenwirken. Vorteilhaft ist die Verwendung von Schablonen.
Der Strömungsquerschnitt unterscheidet sich vom Kreisquerschnitt. Das ist meist unproblematisch (vgl. nächste Frage), erschwert bei unregelmäßigen Formen aber die korrekte Angabe des Durchmessers des flächengleichen Kreises, von welchem das Programm ausgeht.
Bei Strömungspfaden mit sehr engen Kurven, z. B. 180°-Umlenkungen in Reisedidgeridoos, ist die effektive, schwingungsrelevante Länge geringer als der Weg entlang der Geometriemittellinie.
Elastische Wände (PVC-Rohr, Staubsaugerschlauch) können zu unerwünschtem Dämpfungsverhalten führen. Das Programm modelliert nicht das Wandmaterial. Eine gute Übereinstimmung mit der vorhergesagten Frequenz erfordert harte Wände.
Schon kleine Leckagen (Risse oder Löcher) können den Klang deutlich verändern oder das Instrument sogar unbrauchbar machen, insbesondere dann, wenn sie in Mundstücknähe auftreten.
Die Temperaturangabe ist unrealistisch, z. B. 0 °C im Sommer oder 40 °C im Winter.
Der zum Spielen benötigte Luftmengenstrom ist normalerweise so gering, dass die aus dem Instrument austretende Luft kaum oberhalb der Umgebungstemperatur liegt, vor allem bei langen Didgeridoos. Die Temperatur und somit die Schallgeschwindigkeit im Instrument wird also maßgeblich von der Außentemperatur beeinflusst. Wurde das Didge z. B. im Sommer bei 30 °C gebaut und "gestimmt", wird es im Freien im Winter bei ‑5 °C etwas tiefer klingen. Zudem geht das Programm von einer einheitlichen Temperatur aus und nicht von einer Temperaturverteilung entlang des Instruments.


Welche Daten gebe ich ein, wenn die Form meines Holzrohlings bzw. Ausgangsmaterials keinen Kreisquerschnitt erlaubt?

Leichte Abweichungen von der Kreisform sind kein Problem. Gehe dann von einem Äquivalentdurchmesser D = √(A·4/π) aus, wobei A die gemessene Querschnittsfläche ist. Eine durchaus übliche und zügige Art der Bestimmung unregelmäßiger Flächen ist die Skizzierung der Form auf Millimeterpapier und das Auszählen der Kästchen. Verwende im Falle einer Ellipse den geometrischen Mittelwert D = √(D1·D2) mit D1 und D2 als kleinstem und größtem Ellipsenachsendurchmesser.


Kann ich Didgeridoos mit Y-Form oder anderen Verzweigungen berechnen?

Das Programm sieht ein Mundstück und ein offenes Ende vor. Der Sonderfall eines völlig symmetrischen "Y" kann aber berechnet werden, d. h. ab der Verzweigungsstelle bis zu den Austrittsöffnungen müssen beide Kanäle bzgl. Durchmesserprofil und Länge identisch sein. Ähnlich wie bei der Frage zuvor, ist dann ein Äquivalentdurchmesser D = √(A·4/π) anzugeben, wobei A die Summe der Querschnittsflächen beider Zweige an der betreffenden Stelle ist.


Wie kann ich die Genauigkeit bei der graphischen Eingabe verbessern?

Vergrößere das Eingabe-Fenster, um Länge oder/und Durchmesser der Didgeridoo-Form auf eine größere Pixel-Anzahl zu verteilen, d. h. die Auflösung zu erhöhen. Falls das nicht genügt, entferne den Haken bei "Optionen - Grafik und Tabelle - Spiegeln an Mittellinie". Nutze abschließend die Tabelle für den "Feinschliff".


Warum funktioniert das Einfügen von Zahlen nicht über die Zwischenablage?

Falls "Strg V" keine Wirkung zeigt, enthält die Zwischenablage ungültige oder zu viele Zeichen oder die Zahl ist außerhalb des zulässigen Bereichs. Abhängig von der Sprach-/Ländereinstellung Deines Betriebssystems, ist das Komma oder der Punkt das Dezimaltrennzeichen.


Wie klingt das auf der DSE-Hauptseite gezeigte Knoten-Didge?

Gar nicht. Ein Grund mehr, Didgeridoos vorher zu berechnen. Es besteht aus Glasfasern und Epoxid, also aus grundsätzlich geeigneten Materialien. Es wurde aber zu lang, zu voluminös und hat quasi gar keinen Gegendruck. Nach einer halben Minute wird einem schwindelig vom ergebnislosen Luftdurchschicken.